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Förderprogramm der Bundesregierung für Elektromobilität

Hier möchten wir Ihnen einen kleinen Überblick über die am 18.05.2016 veröffentlichte staatliche Förderung Elektromobilität geben und die verabschiedeten Maßnahmenpakete kurz vorstellen.

Umweltbonus

  • Die Bundesregierung will für den Kauf eines Elektroautos einen Umweltbonus in Höhe von 4.000 Euro für rein elektrische Fahrzeuge und 3.000 Euro für Plug-In Hybride gewähren. Dieser soll jeweils zur Hälfte von Bundesregierung und Industrie finanziert werden.

Steuerliche Anreize

  • Für alle reinen Elektrofahrzeuge (einschließlich Brennstoffzellenfahrzeuge) mit erstmaliger Zulassung vom 18. Mai 2011 bis 31. Dezember 2015 galt bisher eine von fünf auf zehn Jahre verlängerte Kraftfahrzeugsteuerbefreiung. Bei erstmaliger Zulassung solcher Fahrzeuge seit dem 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2020 gilt derzeit noch eine fünfjährige Steuerbefreiung. Diese Kraftfahrzeugsteuerbefreiung soll rückwirkend zum 1. Januar 2016 in eine zehnjährige Steuerbefreiung geändert werden. Arbeitgeber sollen sich durch einen steuerlichen Anreiz stärker an dem Ausbau der Ladeinfrastruktur beteiligen. Deshalb soll eine Steuerbefreiung für Arbeitgeber eingeführt werden, wenn private E-Fahrzeuge im Betrieb aufgeladen werden können. Zusätzlich wird die Überlassung von Ladevorrichtungen an Arbeitnehmer begünstigt.

Ausbau der Ladeinfrastruktur

  • Mit dem Aufbau eines flächendeckenden Netzes von Ladestationen wird die Verbreitung von Elektrofahrzeugen im Markt gefördert. Außerdem erhöht sich damit die Wertschöpfung: Es gibt neue Möglichkeiten für Beschäftigung und die Schaffung von Arbeitsplätzen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Mit der Förderung von Ladestationen hilft die Bundesregierung, mehr Akzeptanz für diese umweltfreundliche Technologie zu erreichen. Das Förderprogramm zum Aufbau dieser Ladestationen soll von 2017 bis 2020 insgesamt 300 Mio. Euro betragen. Insbesondere soll mit diesen Mitteln ein flächendeckendes Netzes an Schnellladeinfrastruktur entstehen. Daneben wird auch der weitere Aufbau von Normalladeinfrastruktur(AC) gefördert.
  • Aufbau öffentlich zugänglicher Schnellladeinfrastruktur (S-LIS) in Metropolen und entlang der Bundesfernstraßen, ca. 5.000 Ladestationen, Fördersumme 200 Millionen Euro.
  • Aufbau öffentlich zugänglicher Normalladeinfrastruktur (N-LIS), ca. 10.000 Ladestationen, Fördersumme 100 Millionen Euro.
  • Mögliche Standorte von Ladesäulen sind Tankstellen und Autohöfe an Hauptverkehrsachsen, Shopping- und Einkaufszentren, Sportzentren, Carsharing-Stationen sowie Bahnhöfe, Flughäfen und Messezentren. Unterstützt werden sowohl private Investoren als auch Städte und Gemeinden.

FAQ zum Bundesprogramm Ladeinfrastruktur

Wer kann einen Förderantrag stellen?

Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen.

 

Kann es Verbundprojekte geben?

Grundsätzlich ja. Maßgebend ist, dass der Verbund eine eigenständige Rechtsform als juristische Person hat. Ein Zusammenschluss z.B. als Arbeitsgemeinschaft reicht für eine Antragsberechtigung nicht aus.

 

Wann kann die Beantragung der Förderung losgehen?

Anträge können ab 1. März 2017 gestellt werden.

 

Wie werden die Gelder vergeben?

Im ersten Förderaufruf werden die Mittel nach dem „Windhund-Prinzip“ vergeben.

 

Was genau wird gefördert?

Gegenstand der Förderung ist die Errichtung öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland mit einem oder mehreren Ladepunkten, einschließlich des dafür erforderlichen Netzanschlusses und der Montage der Ladestation.

 

Wie errechnet sich die Fördersumme eines Projektes?

Bemessungsgrundlage für die Zuwendung sind die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben. Diese setzen sich zusammen aus den Anschaffungsausgaben für die Ladestation, den Ausgaben für Aufrüstung und Ersatzbeschaffung bei zusätzlichem Mehrwert, sowie den Kosten für die Montage ohne Umsatzsteuer.

 

Erfolgt die Förderung anteilig? Gibt es eine Eigenbeteiligung?

Im ersten Aufruf erfolgt die Förderung anteilig; die Förderquote beträgt hier maximal 40 Prozent auf die Höchstsätze für Normal- und Schnellladepunkte sowie den Netzanschluss.

 

Ist die Förderhöhe je Antragsteller begrenzt?

Grundsätzlich gilt die maximale Zuwendungssumme pro Antragsteller beträgt 60 Mio. Euro für die gesamte Förderperiode 2017-2020. Im ersten Förderaufruf ist die maximale Zuwendungssumme pro Antragsteller auf 5 Mio. Euro begrenzt.

 

Was sind die Voraussetzungen, um eine Förderung zu erhalten?

Die drei wichtigsten Kriterien sind:

Einhaltung der technischen Mindestanforderungen aus der Förderrichtlinie und dem ersten Förderaufruf. Der Zugang zur Ladesäule soll grundsätzlich 24 Stunden pro Tag an 7 Tagen pro Woche ermöglicht werden. Der für den Ladevorgang erforderliche Strom muss aus erneuerbaren Energien oder aus vor Ort eigenerzeugtem regenerativem Strom stammen.

 

Gibt es Vorgaben zum Steckerstandard?

Es gelten die Vorgaben der Ladesäulenverordnung. Beim Aufbau von Normal- und Schnellladepunkten, an denen das Wechselstromladen möglich ist, muss jeweils der Typ 2- Stecker verwendet werden. Beim Aufbau von Normal-und Schnellladepunkten, an denen das Gleichstromladen möglich ist, muss jeweils der Combo 2- Stecker verwendet werden.

 

Werden die Säulen alle gängigen Stecker haben?

Die in § 3 der Ladesäulenverordnung (LSV) vom 09. März 2016 (BGBl. I S. 457) genannten Vorgaben zu den Steckerstandard für Normallade- und Schnellladepunkte sind zu beachten. Zusätzlich können an jeder Ladesäule weitere Steckerstandards gefördert werden.

 

Wie viele Autos können an einer Schnellladestation gleichzeitig laden?

Die Anzahl der Autos pro Ladestation hängt davon ab, wie viele Ladepunkte an einer Ladestation vorhanden sind. Eine Ladesäule kann mehrere Ladepunkte haben.

 

Ist der Ladevorgang kostenlos? Wenn ja, bis wann?

Dazu machen die Förderrichtlinie und der Förderaufruf keine Vorgaben. Der Betreiber der jeweiligen Ladestation entscheidet selbst, ob er die Abgabe des Stroms kostenlos zur Verfügung stellt oder ein Abrechnungsmodell nutzt. Grundsätzlich gibt es verschiedene Abrechnungsmodelle wie die zeit- oder kWh-basierte Abrechnung.

 

Wie lange dauert der Ladevorgang durchschnittlich?

Der Ladevorgang an einer Normalladesäule dauert durchschnittlich 5-6 Stunden, der Ladevorgang an einer Schnellladesäule durchschnittlich 20-30 Minuten.

 

Erfolgt eine regionale Verteilung der Ladeinfrastruktur?


Verteilung der Schnellladeinfrastruktur (S-LIS):


Die Anzahl der Ladepunkte pro Bundesland orientiert sich an den für die Erstellung des Nationalen Strategierahmens (NSR) aufgestellten Berechnungen der RWTH Aachen für den erwarteten Bedarf im Jahr 2020. Dabei wurden die Bundesländer in fünf Gruppen aufgeteilt und ein Mittelwert errechnet, der dann für alle in dieser Gruppe befindlichen Bundesländer gleichermaßen gilt. Diese Aufteilung gilt vorerst nur für den ersten Förderaufruf. Der erste Aufruf zur Antragseinreichung gemäß der Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland sieht folgende Verteilung der vorgesehenen 2.500 Schnelladepunkte auf die Bundesländer vor:

Ladepunkte je Bundesland

Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen je 430 Ladepunkte

Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz je 186 Ladepunkte

Berlin, Schleswig-Holstein, Sachsen je 90 Ladepunkte

Brandenburg, Hamburg, Sachsen-Anhalt je 66 Ladepunkte

Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Saarland je 46 Ladepunkte

Wenn die maximale Anzahl an zuwendungsfähigen Schnelladepunkten in einem Bundesland erreicht wurde, werden für Schnellladepunkte in diesem Bundesland keine weiteren Fördermittel bewilligt. Verteilung der Normalladeinfrastruktur (N-LIS): Eine regionale Verteilung der „Normalladeinfrastruktur“ erfolgt nicht.

 

Wie sehen die Ladesäulen aus?

Die Förderrichtlinie macht keine Vorgaben für das Modell oder das Aussehen der Ladesäule. Für ein bundesweit einheitliches Erscheinungsbild wird eine Bodenmarkierung im ersten Förderaufruf vorgeschrieben.

 

Wer garantiert die Funktionsfähigkeit? Wer wartet die Ladesäulen?

Der Betreiber der jeweiligen Ladesäule ist dafür verantwortlich, dass die Netzanschlussbedingungen des Netzbetreibers eingehalten werden. Der Betreiber muss gewährleisten, dass die Ladesäule zu den im Förderantrag angegebenen Zeiten genutzt

werden kann. Zudem ist der Betreiber für die sachgemäße Wartung verantwortlich. Dabei sind sowohl die Richtlinien der Hersteller als auch die gesetzlichen Vorgaben zu beachten.

 

Ist eine Kennzeichnung der Ladesäule vorgeschrieben?

Die Stellplätze neben einer Ladesäule im öffentlichen Straßenraum sind durch das Aufbringen einer Bodenmarkierung zu kennzeichnen, die Stellplätze im nicht-öffentlichen Raum durch eine grüne Bodenmarkierung – siehe Abbildung unten.

An der Ladestation selbst muss das Logo des Fördermittelgebers BMVI sichtbar angebracht sein. Der Aufkleber wird mit dem Zuwendungsbescheid übersandt.

 

Wird der Standort der Ladesäulen erfasst?

Die Angabe der Standortkoordinaten muss in Anlage 1 (Technische und räumliche Rahmenbedingungen je Standort) im Antragsverfahren erfolgen. Die Standortdaten werden erfasst, um den Fortgang des Ausbaus der Ladeinfrastruktur im Bundesgebiet zu erfassen. Dies ist die Basis, um zukünftig den bedarfsgerechten Ausbau der Ladeinfrastruktur zu steuern.

 

Gibt es eine Mindestbetriebsdauer der Ladesäulen?

Betreiber verpflichten sich zu einer Mindestbetriebsdauer von 6 Jahren. Der Nachweis hierzu erfolgt über die Registrierung der In- und Außerbetriebnahme der Ladeinfrastruktur bei der Bundesnetzagentur.

 

Sie erhalten eine Komplettlösung von der Beratung bis zur Planung und Umsetzung einer Ladestation(AC) oder Schnellladestation(DC). Auch die Förderungseinreichung an die BAV werden wir unterschriftsfertig für Sie vorbereiten.

 

Ihre Ansprechpartner:

SASCHA MATTES                                                                          OLIVER BRAND                                                                             BÜRO

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